Themenverfehlung um € 10 000.- Steuergeld!

2015 will die SPÖ anläßlich des Endes des 2. Weltkrieges vor 70 Jahren € 10 000.- an Steuergeld in eine Vortragsreihe und eine Publikation unter dem Titel „Amstettner Beitrag“ investieren! FPÖ-Stadträtin Brigitte Kashofer hat sofort reagiert und dazu in der Gemeinderatssitzung vom 29. Oktober eine ganze Reihe von Themen vorgeschlagen:

1945 war Amstetten ein bevorzugtes Ziel Alliierter Luftangriffe. Der Bahnhof war auf mehrere Kilometer ein riesiger Bombentrichter. Wohnhäuser in Bahnhofsnähe, die Berufsschule, die Herz-Jesu-Kirche wurden schwer beschädigt. Immf1000045er wieder musste sich die Bevölkerung in die Luftschutzkeller im Reitbauernberg und im Krautberg flüchten. Über die Opfer des alliierten Bombenterrors gibt es noch keinerlei Nachforschungen!

Zahlreiche Familien wurden zu Kriegsende obdachlos, denn in ihren Wohnungen quartierten sich Soldaten der Siegermächte ein. Vielen Amstettnern blieben nur notdürftige Baracken als Unterkunft. Welche Familien waren betroffen?

Dem Krieg folgte eine 10-jährige Besatzungszeit. Amstetten fiel in die russische Besatzungszone. Vergewaltigte Frauen standen im Krankenhaus Schlange, um sich untersuchen zu lassen. Auch nach dem Krieg sind immer wieder Amstettner Bürger spurlos verschwunden. Ihr Schicksal zu erforschen ist eine längst überfällige Aufgabe!

Der Wiederaufbau Amstettens aus den Ruinen des Krieges war eine fast übermenschliche Leistung. Dies zu dokumentieren wäre eine interessante Arbeit für einen Lokalhistoriker!

 D0ch SPÖ, ÖVP und Grüne interessieren die Leiden und der Überlebenskampf der Amstettner Bevölkerung nicht. € 10 000.- an Steuergeld werden für eine weitere Vortragsreihe über längst aufgearbeitete und hinreichend bekannte Themen wie Todesmarsch, Verfolgung und Widerstand, KZ-Nebenlager, Erinnerungskultur seit 1945 in Amstetten etc. ausgegeben!

Damit wird deutlich, dass es im sogenannten “Amstettner Beitrag” keineswegs um Amstetten oder die Amstettner geht. Das ist eine klare Themenverfehlung! Amstettens Freiheitliche haben daher die Investition von € 10 000.- geschlossen abgelehnt.

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